I N H A L T

FRÜHLINGSSINFONIE
 

"Frühlingssinfonie" ist ein Film der Leidenschaften. Er erzählt die Liebesgeschichte zwischen Clara Wieck (Nastassja Kinski) und Robert Schumann (Herbert Grönemeyer), aber auch die Geschichte der Hassliebe zwischen Schumann und Friedrich Wieck (Rolf Hoppe), dem Vater Claras, der seiner Tochter in mehr als väterlicher Liebe verbinden ist.

Indem er ihre Karriere betreibt, will er sich selbst als Künstler verwirklichen. Was wäre Wieck ohne Clara? Was würde aus Schumann ohne sie? Eine Leidenschaft haben alle drei: die Musik. Der Kampf, den die beiden Männer um Clara führen, ist zugleich ein Kampf verschiedener Kunst- und Lebensstile, ein Kampf der Generationen.

Schumanns voreheliches Leben, seine wechselnden Liebschaften, seine exzessiven Klavierübungen, die bis zur Selbstverstümmelung führen, seine frühe, manisch-fiebrige Musik stehen in krassem Kontrast zum traditionellen Virtuosentum, das Wieck mit seiner Tochter glänzend manifestiert.

Höhepunkt des Films ist der Prozess, der um Schumanns und Claras Eheerlaubnis geführt werden muss. Für Wieck bricht eine Welt zusammen, er ist die tragische Figur der Geschichte. Schumann gewinnt Clara. Seine "Frühlingssinfonie" ist Ausdruck seiner Liebe, seiner Leidenschaften für Clara und Ausdruck eines nach vielen Rückschlägen errungen Sieges. Der Schluss des Films lässt anklingen, dass es ein Sieg auf Zeit ist.

 

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Das Drehbuch dieses poetischen Films basiert auf authentischen Quellen und hält sich streng an die historischen Gegebenheiten. Mit der hochkarätigen Besetzung von Herbert Grönemeyer, Rolf Hoppe und Nastassja Kinski vermag Regisseur Peter Schamoni dem heutigen Zuschauer das Leben, Denken und die Musik der vergangenen Zeit der Romantik nahe zu bringen. Dabei zollt der Film der großen Begabung Clara Schumann seinen Respekt. Als berühmte Musikerin sorgte sie für die Veröffentlichung und den Erfolg der Werke ihres Mannes. Als Schamoni seinen Film 1982 an Originalschauplätzen realisierte, galt diese deutsch-deutsche Zusammenarbeit als eine kleine Kulturrevolution“. Die erfolgreiche Zusammenarbeit setzte er mit „Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit“ fort.

 

PREISE
 

Bundesfilmpreis für Nastassja Kinski in Gold

Bayerischer Filmpreis für Regie

Verschiedene internationale Filmpreise

 

Prädikat: BESONDERS WERTVOLL
 

Es ist der einfühlsamen Regie hoch anzurechnen dass sie daraus ein innerlich spannendes Spiel gemacht hat, das logisch sich entwickelnde, menschliche Situationen wie in einem Spiele auffängt: klar, präzise, sensibel.

So werden aus "Idealfiguren" unmittelbar reagierende Menschen, deren Seelenstruktur genau beobachtet und ins Bild gebracht ist.

(Auszug aus der Begründung der Filmbewertungsstelle)